Im Foto die begnadete Profi-Tänzerin, Künstlerin und Tanzlehrerin, Sallee Slagle

Kreativitätsworkshop mit Sallee Slagle

  • Sicherer auftreten
  • Grundlagen der Körperbewegung
  • Der Umgang mit Raum und Energie
  • Entfaltung der Kreativität durch Bewegung
  • Integration der Kunst im Alltag

Erfolge und Gewinne von Teilnehmern

Stimmen von Depeschenbeziehern und Teilnehmern des Tanz- und Kreativitäts-Workshop 2004 mit Sallee Slagle:

»Nach langer Tanzpause habe ich wieder zum Tanz zurückgefunden und Hemmungen bzw. Grenzen überwunden. Die neuen Kenntnisse werde ich zum Ausdruck bringen und die Kreativität im Singen anwenden; ebenso werde ich wieder tanzen gehen. Habe mehr Vertrauen in mich und meine Kreativität und im Ausdruck bekommen.«

»Ich habe meinen Körper besser kennen- und bewegen gelernt und wurde darin bestätigt, dass ich schauspielern und darstellen, etwas ausdrücken kann.«

»Durch den Workshop habe ich meinen eigenen Körper ganzheitlicher und bewusster kennengelernt und erfahren, mein eigenes kreatives Potential zu finden, geniales Gefühl. Bewegung und Tanz wird ab sofort zur täglichen Hauptnahrung werden. Es war wunderbar.«

»Ich durfte erkennen, dass es in der Kunst kein Richtig oder Falsch gibt. Ich habe die Möglichkeit Dinge frei zu gestalten.«

»Vorher habe ich mich nie getraut, vor anderen zu tanzen. Durch das Seminar habe ich diese Fähigkeit bekommen. Es hat mir einfach supertoll Spaß gemacht!«

»Es war schön zu erfahren, wie die Kreativität in den Gruppen entstanden ist und so auch die eigene Fähigkeit zur Kreativität dadurch gefördert wurde.«

»Durch den Workshop habe ich viel über meinen Körper und den umgebenden Raum gelernt. Ich kann nun viel bewusster meine Kreativität entfalten und fühle mich nun wesentlich selbstsicherer, wenn ich mit oder vor anderen Menschen spreche/darstelle. Danke, es hat sehr viel Spaß gemacht.«

»Mir wurde erst jetzt bewusst, welch' großes Potential noch in mir schlummert, sowohl was die körperliche Kraft und Beweglichkeit angeht, als auch die Kreativität auf seelisch-geistiger Ebene.«

Hier finden Sie aktuelle Termine und Informationen zum Tanzseminar

Sabine Hinz,Veranstalterin

Liebe Besucherin und lieber Besucher des Musik Verstehen Seminars mit Duncan Lorien, eine gute Nachricht: Duncan Loriens Ehefrau Sallee Slagle wird zum ersten Mal ihr unvergleichliches Tanz- und Kreativitäts-Seminar in Deutschland abhalten und was das Seminar ihres Ehemannes Duncan in Sachen Musik zu leisten vermag, wird durch ihren Workshop in Sachen Kreativität durch Bewegung (Tanzgrundlagen) bewirkt.

Als leidenschaftliche Tanz-Begeisterte bin ich im vergangenen Sommer extra nach Budapest gereist, um an Sallee’s zweieinhalbtägigem Seminar teilzunehmen. Ich kehrte damals so voller Enthusiasmus zurück, dass ich quasi gar nicht anders konnte, als diesen sensationellen Workshop auch nach Deutschland zu "importieren” :-)

Heuer wurde also aus einer Idee Wirklichkeit: Sallee kommt vom 3. bis 5. September (2004) nach Stuttgart!!

Eine Schilderung des Seminarinhalts findet sich im Artikel – wie auch ein umfassendes Portrait von Sallee, wer sie ist, welche Ausbildung sie hat, über welche Erfahrung sie verfügt, was sie bewegt, warum sie Tanzseminare abhält, und was das Resultat ihres Workshops ist.

Wie auch beim Musik Verstehen Seminar, geht es in Sallee’s Workshop vor allem darum, die Einfachheit der Grundlagen herauszukristallisieren und so zu vermitteln, dass jedermann und jederfrau etwas damit anfangen kann!! Laien finden auf diese Weise einen unproblematischen Einstieg und Profis erhalten ein stabiles Fundament, um darauf aufbauend zu neuen kreativen Höhen aufzusteigen!

Auch Nicht-Tänzer können an diesem Seminar teilnehmen, die Teilnahme lohnt sich sogar für jeden, der ab und zu vor Publikum steht (stehen muss), sei es vor der Klasse als Lehrer(in) oder als Sprecher in der Öffentlichkeit. Denn bei Sallee lernt man, wie man mit seinem Körper / durch den Körper kommuniziert! Jeder, der dazu neigt, "unbeholfen in der Landschaft herumstehen”, nicht zu wissen, was er mit seinen Händen anfangen soll, jeder, der sich vor Gruppen unangenehm fühlt, sollte ebenfalls dabei sein. Wer weitere Fragen hat, die in dieser Broschüre nicht beantwortet werden, darf mich sehr gerne anrufen: Tel.: 07021-73790.

Ich freue mich auf Sie!
Sabine Hinz

Berichte von Teilnehmern früherer Seminare

"Seit dem Seminar fühle ich mich hinsichtlich Bewegung und Tanz viel besser als vorher. Davor war es ein kompliziertes und verschlossenes Gebiet. Das ist es jetzt nicht mehr, und dasselbe findet auf das Gebiet der gesamten Kunst Anwendung. Ich war immer etwas traurig darüber, dass ich nicht in der Lage war, Kunst zu sehen bzw. das, was der Künstler damit sagen wollte. Ich bin fasziniert darüber, dass Kunst Kommunikation ist, Kommunikation ist so einfach, sie ist in mir. Herzlichen Dank, dass ich dies erleben durfte. Es war eine wundervolle Erfahrung!" Geschäftsmann

"Beim Seminar erfuhr ich Dinge über Bewegung, die mir zuvor nie gelehrt worden waren. Nun bin ich in der Lage, Herz hinein zu bringen. Wenn ich etwas bestimmtes ausdrücken wollte, wurde mir von jedermann erzählt, wie ich meine Hand zu halten habe, in welchem Winkel ich meinen Fuß anheben soll, aber das Ganze ist viel einfacher, wenn es vom Herzen her kommt."

"Die Augen der Teilnehmer sagten alles. Ich konnte die Gefühle der anderen wahrnehmen, weil ich einfach durch das Seminar offen dafür wurde." Gymnastiklehrer

"Als Lehrer muss ich vor meinen Schülern stehen und meinen Körper halten, was ich bisher nie bequem tun konnte. Um dem abzuhelfen, spielte ich immer mit den Händen. Jetzt habe ich dies Problem nicht mehr! Mein Körper benötigt keine zusätzlichen Dinge mehr. Ich stehe jetzt einfach da und meine Aufmerksamkeit ist bei meinen Schülern und nicht mehr bei mir!"

"Das Schönste ist: mein Kindheitstraum wurde wiederbelebt. Durch viele Kränkungen zog ich mich gänzlich vom Tanzen zurück, mein Herz zerbrach beinahe dadurch. Jetzt möchte ich wieder, dass Tanz ein Teil meines täglichen Lebens ist. Herzlichen Dank." Englischlehrer

"Sallee's Persönlichkeit und die Art und Weise, wie sie mit den Teilnehmer bei diesem Seminar umging, war für mich umwerfend. In drei Tagen bildete sie eine Gruppe, ein Team. Jeder war bereit, Initiative zu zeigen. Ich lernte mehr über Bewegung, Tanz, Bewusstsein, Raum usw. und zum Schluss wurden aus den einzelnen Dingen ein Ganzes, ein ganzes System für mich, was mir hilft, mich besser ausdrücken zu können. Dies hilft mir auch, es anderen zu vermitteln." Tänzerin/Gymnastiklehrerin

"Dieses Seminar rehabilitierte meine Freude an der Bewegung und am Tanz. Seit langem habe ich nicht mehr getanzt, ich habe mir einfach keine Zeit dafür genommen. Für mich war das sehr traurig, obwohl ich dies vor dem heutigen Tag gar nicht bemerkt hatte. Ich habe jetzt neue Pläne und Ziele, dies anzugehen.«" Hausfrau

Genialität von Sallees Seminar

Was das »Musik Verstehen« Seminar von Duncan Lorien für die Musik, ist der Workshop seiner Frau Sallee Slagle für die Kreativität der Körperbewegung und die Grundlagen des Tanzens. Am Wochenende vom 3. bis zum 5. September (2004) kommt Sallee zum ersten Mal mit ihrem Workshop nach Stuttgart. Sabine Hinz hat die Organisation übernommen. Nachstehend ein Portrait in Form eines übersetzten Interviews (in Auszügen) mit einer Lokalzeitung aus Sallee’s Heimat Boston. - Michael Kent

Sallee Slagle

Mit Tanz die Türen zur Welt öffnen

Sallee Slagle, die Begründerin der "Dance Dimensions Studios“ in Swampscott und Nahant (Nähe Boston/ Massachusetts) durfte unlängst erfahren, dass Tanz eine universale Sprache ist, als sie von ihrem dreitägigen Seminar "Increasing Creativity through Movement“ (Steigerung der Kreativität durch Bewegung) aus Budapest zurückkehrte [Anm. Kent: Sabine war 2003 dabei, ihr Bericht ab hier].

In Ungarn verhalf sie nicht nur ihren 35 Seminarteilnehmern zu solchen Fortschritten, dass jeder am Ende des Seminar ein eigenes Tanz-Stück aufführen konnte, sie war darüber hinaus auch Ehrengast im Fernsehen bei der ungarischen Version von "Good Morning America”.

Die Künstlerin lebt in Nahant mit ihrem Mann Duncan Lorien, der ein begnadeter Musiker ist und Seminare rund um den Globus abhält.

Sallee gründete vor 12 Jahren in Nahant die »Dance Dimensions Studios« und vor zwei Jahren ein weiteres Studio in Swampscott. Die Studios bieten eine weite Palette an Kursen an, wie Gymnastik, Jazz, Yoga und Stepptanz. Sallee legt ihren Schwerpunkt auf Ballett und Modern Dance.

Sie sagt: "Ich unterrichte viel Ballett. Es ist eine meiner Stärken, eines meiner Talente. Tatsächlich war Ballett meine allererste Liebe! Doch mein Herz und meine Seele habe ich dem Modern Dance gewidmet. In ihm kann ich meine volle Ausdruckskraft zur Geltung bringen und künstlerische Vollendung entfalten."
Kürzlich sprach Sallee über ihre Erfahrungen in Budapest sowie über ihre bevorstehende Reise nach Südafrika.

Interview mit Salle Slagle

Swampscott Reporter (SR): "Sallee, wann hast Du mit dem Tanzen angefangen?"

Sallee Slagle: "Ich habe schon als kleines Mädchen angefangen. Es war einfach das, was Mädchen taten. Wir waren vier Mädchen in unserer Familie und alle tanzten. Ich war wohl ungefähr drei, als ich anfing. Wir wohnten damals in der Nähe einer Tanzschule – und gingen einfach hin."

»Die Kunstform des Tanzens ist uns im Alltag verloren gegangen. Eines der Seminarziele ist daher, den Tanz wieder in unser Leben zu integrieren.«

Doch dann zogen wir um und ich konnte über ein Jahr lang nicht mehr tanzen, worüber ich sehr traurig war. Also ging ich eines Tages zu meiner Mutter und sagte, dass ich tanzen müsse. Sie brachte mich dann zu dieser Frau, von der sie hörte, dass sie sehr gut sei. Sie war eine wunderbare deutsche Frau, die in Österreich studiert hatte und auch an der Österreichischen Oper war.

Bis zum College war sie mein Mentor. Ich besuchte dann das Konservatorium in Boston und habe meinen Abschluss dort gemacht. Seither hatte ich noch andere Mentoren... Ich tanze schon sehr lange, mein ganzes Leben. Es ist meine Leidenschaft.

SR: "Wie kam es zu der Reise nach Budapest? War es das erste Mal, dass Du dort warst?"

Sallee: "Ja, es war das erste Mal. Es kamen verschiedene Dinge zusammen. Mein Mann hält Seminare und reist dabei rund um die Welt. Bei einem großen Festival in England traf ich verschiedene Frauen, die Seminare für meinen Mann organisiert hatten, eine davon nahm an meinem dortigen Workshop teil. Sie war derart begeistert, dass sie sagte: "Wir würden es lieben, Dich nach Budapest zu holen, damit Du in Budapest Deinen Workshop abhalten kannst.” Ich meinte: "Prima, wenn Du die Vorbereitungen übernimmst, wäre ich sehr glücklich und würde das Seminar gerne abhalten.“ So haben wir es gemacht."

SR: "Wie war es in Budapest?"

Sallee: "Es war eine völlig neue und wundervolle Erfahrung. Budapest ist eine sehr schöne Stadt, aber, was ich dort am meisten liebte, waren die Menschen – sie sind dort so leidenschaftlich. Es gibt eine Menge Kunst in der Stadt, Du fühlst laufend diese Ästhetik, die dort vorherrscht."

SR: "Welches Ziel hat Dein Seminar?"

Slagle: Tanz ist für mich eine Kunstform, die uns als Alltagskunst verloren gegangen ist – im Gegensatz beispielsweise zur Musik, die wir täglich hören. Wir summen, singen, hören Radio. Musik ist stark in unser Leben integriert. Tanz hingegen ist eine Kunstform, die, wie ich meine, weniger integriert ist. Eines der Seminarziele ist also, den Tanz wieder in unser Leben zu integrieren.

Tanz ist ein "Werkzeug” für die Menschen, um sich selbst wohler zu fühlen, um souveräner mit dem Körper umgehen zu können, erste Erfahrungen mit der Nutzung von Raum zu machen. Menschen brauchen persönlichen Raum im Kontakt mit anderen Menschen, und es gibt den Raum der Gruppe bei einer Präsentation bzw. Darbietung. Wir machen da sehr viele Dinge, behandeln nicht nur ein spezielles Genre. Man braucht nicht einmal Tänzer zu sein, um daran teilzunehmen. Im Seminar lassen wir viele ganz verschiedener Tanzrichtungen einfließen. Aber auch Profis gewinnen ein neues Verständnis für die Grundlagen, steigern ihre Kreativität, verlieren die Reste eventueller Befangenheit."

»Dein Körper ist ein Werkzeug der Kommunikation, des Ausdrucks –
auch des emotionalen Ausdrucks.«

SR: "Es waren 35 Teilnehmer?"
Sallee: "Ja, die Anzahl war wunderbar. Die Größe der Gruppe war wirklich perfekt.

SR: "Jetzt wirst Du das Seminar in Südafrika abhalten. Warst Du jemals in Afrika?"
Sallee: "Ich war noch niemals zuvor in Südafrika und bin sehr neugierig auf die Reise."

SR: "Aber Du warst schon mehrmals in England?

Sallee: "Seit fünf Jahren nehme ich am "European Arts Festival” teil, wo ich mit der Tanzkoordination zu tun habe. Ich habe mit Tänzern aus der ganzen Welt gearbeitet, was wunderschön ist. Der europäische Einfluss ist deutlich spürbar."

SR: Hast "Du schon andere Länder bereist?"

Duncan wirft ein: "Sie folgt ihrem Mann rund um die Welt."
Sallee: "Er würde es mögen, wenn ich ihm rund um die Welt folgen würde. Er reist eine Menge, aber ich habe hier meine Tanzstudios, und das hält mich mehr auf dem Boden. Ich habe selbst verschiedenen Festivals und Veranstaltungen an verschiedenen Orten abgehalten, hatte einmal ein Gastspiel auf einem Kreuzfahrtschiff, nahm an einer internationalen Künstlertagung teil. Auch dies war eine interessante Erfahrung."

SR: "Erzähl' uns etwas mehr über den Aufbau des Seminars, das Du in Budapest abgehalten hast."

Sallee: "Einerseits beleuchten wir die verschiedenen Stilrichtungen und die Teilnehmer bewegen sich in diesen Stilrichtungen, um Erfahrungen damit zu gewinnen. Das bildet ein Fundament.

Dann behandeln wir, wie man Raum, Form und Gestaltung gezielt verwendet. Dein Körper ist ein Werkzeug der Kommunikation, ein Werkzeug des Ausdrucks – auch des emotionalen Ausdrucks.

Man lernt zudem, wie Raum auf verschiedene Art benutzt werden kann – von Einzelperson wie auch von Gruppen.

Weitere Abschnitte behandeln, wie man mit Energie umgeht, wie man den Fluss der Energie mit Hilfe des Körpers, mit Hilfe von Bewegung steuern kann bzw. wie durch den Körper verschiedene Arten fließender Energie zum Ausdruck kommen. Es ist ein breites und umfassendes Spektrum, das äußerst vielfältige Verwendung findet. Ganz unterschiedliche Menschen waren anwesend und haben ganz verschiedenartige Vorteile daraus gewonnen.

»Was ist Kreativität?" - "Was ist Inspiration?"

SR: "Wie hört das Seminar auf?"

Sallee: "Höhepunkt und Ende des Workshops bestehen darin, dass kleine Gruppen gebildet werden, die jeweils ein eigenes Stück aufführen. Nachdem im Seminar zuvor alles durchgenommen wurde – Energie, Raum, Körper, Struktur, Form, Bewegung, Energiefluss, Wegführung, Bahnen, emotionale Ausstrahlung usw. – bringen wir am Ende alles zusammen.

Wir behandeln Kreativität. Was ist Kreativität? Wie vermittelt man, was man sagen möchte? Was macht man mit einer Inspiration? Was ist eine Inspiration? Am Ende sagen wir dann: "So, jetzt hast du all diese Werkzeuge, also lass' uns etwas kreieren!“ Die Teilnehmer bilden dann Gruppen, die dann zuerst einmal entscheiden, was sie darstellen wollen. Das für sich ist schon ein interessanter Prozess. Die Zusammenarbeit hat prima funktioniert, alle haben als Gruppe etwas geschaffen und erarbeitet, und ich war ehrlich tief berührt, was dabei entwickelt wurde. Wie wir dann zum Schluss alle da saßen und jeder dem anderen bei seiner Darbietung zuschaute, war jeder innerlich komplett dabei! Kein einziger war mehr befangen. Sie haben alle verstanden, wie man rein durch eine Kunstform kommuniziert, ohne Schauspielerei oder verbalen Ausdruck.

Wir haben auch eine Menge über das Abstrakte in der Kunst gesprochen bzw. wie man damit eine Wirkung erzielt, ohne dass es nötig ist, etwas zu sagen – ähnlich einem Photographen oder einem impressionistischen Bild, das eine Vorstellung oder eine bestimmte Stimmung zum Ausdruck bringt, jedoch keine exakte Kommunikation. Tanz geht stark in diese Richtung.

Dass jemand den Punkt überschreitet, z.B. Traurigkeit nur mit Mienen oder Gestik zum Ausdruck bringen zu können, dass also jenseits von Schauspielkunst, Gefühle und tiefe Empfindungen in Menschen hervorrufen und die Zuschauer tief berühren kann, das ist es, was das Seminarende so wundervoll macht. Jeder einzelne war dazu in der Lage. Sie waren einfach wunderbar!

Bericht des Seminars in Budapest

Von Sabine Hinz

"Incresing creativity through movement" nennt Sallee Slagle, Frau von Duncan Lorian, ihren Workshop. Zu deutsch würde man wohl am ehesten "Steigerung der Kreativität durch Bewegung" sagen. Sallee tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr, und seit nunmehr 20 Jahren lehrt sie Tanz und Darbietung.

Sallee im Gespräch

Sie tritt nicht nur selbst bei zahlreichen Konzerten und Festivals auf, Sallee unterrichtet nicht nur Schüler in ihren beiden Tanz-Schulen in Boston, sie gibt während der Schulferien auch Seminare in Europa, um die Kunst des Tanzens an möglichst viele Menschen weiter zu geben.

So bin ich dann Anfang August nach Budapest gereist, um eben an jenem Workshop teilzunehmen. Ich selbst hatte eigentlich mehr die Vorstellung von einem Seminar und wurde innerhalb der ersten halben Stunde eines Besseren belehrt:

Harte Arbeit mit bzw. am Körper stand auf dem Programm. Aufwärmübungen, Dehnungen, um so richtig in Schwung zu kommen. Also kein "Zuhör’- und "Rumsitz”-Seminar”, kein gemütliches Hotel, sondern wir schwitzten statt dessen in einer Turnhalle. Um Dinge zu besprechen, wurde auf den Fußboden gesessen. Die Kleidung der Anwesenden war sportlich, locker, teils Trainingsanzüge.

Die zweieinhalb Tage mit Sallee sind Tage voller Sport, Bewegung und Dehnung des Körpers. Muskeln, von denen man vorher nicht wusste, dass sie existieren, werden benutzt und sind plötzlich spürbar.
Ein Teilnehmer hat dies sehr schön beschrieben: "Dieser Workshop rehabilitierte ein super Gefühl, meinen Körper völlig zu kontrollieren. Ich fühle eine Erneuerung von Bewegung, mit der ich arbeiten kann, und ich bin in der Lage, meinen Körper in eine bessere Form zu bringen.”

Jeder von uns hatte bestimmt seine eigene Vorstellung und seinen eigenen Beweggrund, um an dem Workshop teilzunehmen, vielleicht nur, um einen Schlüssel ins Schlüsselloch zu setzten, den Einstieg ins Tanzen zu finden. Das Seminar stellt kein klassisches Tanzseminar im eigentlichen dar, sondern vermittelt dem Teilnehmer viel eher die elementaren Dinge wie Kommunikation mit dem Körper Umgang mit Raum, das Verhältnis des Körpers zum Raum, und was man mit dem Raum um einen herum anstellen bzw. nicht anstellen kann.

Man steht z.B. nicht mehr fragend oder nutzlos rum, sonder man ist jetzt in der Lage, seinen Raum mittels Bewegung zu gestalten. Man bekommt Werkzeuge an die Hand, um sich durch den Körper auszudrücken, die man durchaus auch im Alltag umsetzen kann.

Ich selbst wollte eigentlich nur etwas mehr über das Tanzen erfahren, bin aber etwas in die Grundkenntnisse von Ballett, Jazz, Modern und anderen Stilrichtungen eingeführt worden. Dass Tanz bzw. Darstellung nicht derart komplex sind, wie man vielleicht meinen könnte, wird Schritt für Schritt vermittelt – und die Übungen, die man zum Teil mit Partner oder in der Gruppe durchführt, machen irre Spaß.

Eine Szene mit Liebe, Hass und Intrige

Wer schon am »Musik Verstehen Seminar« von Duncan teilgenommen hat, weiß, wie er sein Seminar aufgebaut hat. Sallee gestaltet ihres in vergleichbaren Schritten. Grundlegende Begriffe wie Kunst, Tanz etc. werden von vorn herein erklärt und in die Praxis umgesetzt, jeder Schritt, den man theoretisch erlernt, wird unmittelbar geübt.

Aus den einzelnen Personen, die an dem Seminar teilnahmen, sind kleine Gruppen entstanden, die zum Abschluss jeweils eine Darbietung von ca. zwei Minuten vortrugen. Es war faszinierend, die Veränderungen bei jedem zu sehen – mehr Selbstvertrauen, Bestimmtheit, Muse, Eleganz waren die augenscheinlichsten Merkmale der Veränderung. Es wurden Skulpturen aus einer Person, zwei bis hin zu einer Gruppe von acht Personen gebildet – und die Aufgabe bestand darin, dass wirklich ein ästhetisches Gebilde entsteht, und die Dinge, die man gelernt hat, zu sehen sein sollen.

Skulpturen am Entstehen

So manch' einer hat sein Lampenfieber, um vor Gruppen aufzutreten, verloren oder war nach dem Workshop jetzt einfach in der Lage, mit seinem Körper das auszudrücken, was er ausdrücken wollte, bzw. konnte seinen Körper so bewegen, wie er es wünschte.

Wie es ein Teilnehmer sagte: "Nun sehe ich die Möglichkeit, mit meinem Körper zu kreieren!"
Ein anderer Teilnehmer: "Sallee erklärte und zeigte mir, wie einfach die Dinge sind, von denen ich früher dachte, sie seien kompliziert."

Für mich hatte der Workshop noch einen prima Nebeneffekt: während der zweieinhalb Tage habe ich ca. 2 kg abgenommen.

Alles in allem ist es eine sehr schöne Erfahrung gewesen, und ich stelle fast täglich fest, dass ich immer wieder Teile des Seminars verwende, nicht nur auf den Tanz beschränkt. Für Sommer 2004 ist es geplant, dass Sallee ihren Workshop in Stuttgart abhält.

Zum Abschluss noch ein Zitat eines Absolventen: "Dieser Workshop belebte meine Liebe zum Tanz erneut."

Für nähere Informationen: Sabine Hinz: Tel. 07021 - 73790
E-Mail: info@sabinehinz.de oder über das Kontaktformular

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